The Tube, Matrix Bochum
Support von Fiddler´s Green
Donnerstag, 6. April 2000

Folkiges Wiedersehen
Wenn ich jetzt ausnahmsweise mal so ganz doll ehrlich bin, kann ich soooo unglaublich viel über das Konzert im Tube und das damit zusammenhängende Wiedersehen mit den fidelen Fiddlers gar nicht wiedergeben, zumal ich - oh, schweres Schicksal - ja doch ganz ganz ganz schlimm doll Schnupfen hatte und somit erst zum Konzert selbst im Matrix (ehemals Rockpalast) in Langendreer eintraf. Vieles weiss ich also nur aus zweiter oder dritter Hand zu berichten.
Eigentlich sehr sehr schade, waren es doch eben jene Erlanger Recken, die uns schon bei der Produktion der INTO THE DAWN im Oberfränkischen Eckenthal über den Weg gelaufen waren und uns spontan zu einem Fiddlerschen Heimspiel im Erlanger E-Werk einluden - höchstwahrscheinlich wohldurchdachte Bosheit, gerade weil uns das Folk-Konzert dort mit Tausenden von eingeschworenen Fiddlers-Fans nicht nur nachhaltig neidisch machte, sondern ja fast verzweifeln liess anhand unserer damaligen Besucherdurchschnitte von hundert Getreuen und weniger.
Ein paar Jahre später begegneten wir den eigentlich ja doch äusserst symphatischen Jungs im Essener Julius-Leber Haus wieder, wo wir gemeinsam ein wahrlich erinnerungswürdiges Konzert gaben - na ja, zumindest für uns erinnerungswürdig -, wobei im Anschluss Pierre und ich das überaus wirklich gaaaaanz tolle, überwältigende, mitreissende, wunderbare, einzigartige, seelisch berührende Hyperglück geniessen durften, den späten Abend mit den Erlangern und der Ruhrpott-Anti-Legende Stefan "Stoppt" Stoppok verbringen zu können, zumindest die paar Minuten, bis wir beide die erste Gelegenheit zur Flucht ergreifen konnten.
In der Tube erlebten wir nun, was es bedeutet, in der Bundesliega zu spielen.
Der minutiös von CONTRA-PROMOTION durchgeplante Support-Gig sollte exakt 45 Minuten weilen und bei Gott, es war aber auch überhaupt nichts dem Zufall überlassen worden. Die Spiel-, Aufbau-, Abbau- und Soundcheckzeiten hatten schon etwas von militärischer Genauigkeit, überall rannten ganz wichtige und noch mehr beschäftigte Producer, Assistants und Slaves herum, das Licht wurde nanometer genau ausgerichtet - sehr zum Ärger des lieben Holger Graefen, seines Zeichens Lichtmeister vom Matrix - und die Krönung erfuhren wir in Sachen Bandverpflegung, die akkurat voneinander getrennt worden war.
Während ein paar belegte Brötchen nostalgisch ihrem Verfallsdatum hinterhertrauernd auf uns warteten, wurden die Fiddlers mit warmen Speisen, Salaten und weiteren Köstlichkeiten konfrontiert - UND DAS MIR!!!!!!!!
Egal - die Fiddlers waren nett und liebenswürdig, wie wir sie auch in Erinnerung hatten, die allgemeine Stimmung wirklich klasse und als ich gegen 19.30 Uhr nach vielem Hin und noch mehr Her endlich im Backstageraum eintraf, war die Tube bereits weitestgehend ausverkauft. Es blieb noch Zeit für ein Brötchen mit undefinierbarem Belag und ein kleines Gebet, bevor wir absprachengetreu um pünktlich 20.00 Uhr die Bühne betraten (auf bundesligadeutsch: the stage enterten) und ein Publikum vorfanden, wie es flexibler und besser gelaunt nicht hätte sein können. Wir hatten einen Heidenspass, das recht kurze Set war inhaltsmässig ein wenig rockiger als sonst gehalten und als wir uns mit "Hellfire Tourist" von den begeisterten und begeisternden Fiddlers-Fans verabschiedeten, blieb als Quintessenz nur noch der Satz: "war ´n richtig geiler Auftritt!"
Unser Dank gilt den Jungs von CONTRA, die eigentlich ja auch wirklich was von ihrer Sache verstanden, den Fiddlers dafür, dass sie uns wie alte Freunde behandelten, den Mitarbeitern des Matrix, unserem Mischer DT Hügen - ja eben dieser alte Taler - für eine klasse Arbeit, und letztlich vor allem dem Merchandiser von den Erlangern, der unserer, vor allem aber meiner geliebten Simone ihren Job sehr leicht gemacht hat. Ausserdem noch ein fettes Lob, gefolgt von einem noch fetteren Dankeschön für die Fiddlers-Fans und ihre Unterstützung!
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